Bronze Uhren: der neuste alternde Schrei

youDRESSED Redaktion

Eine auffallend glänzende und große Uhr, möglichst teuer, in Gold und von einer beliebten Marke. So in etwa sehen sehr viele Uhren auf dem derzeitigen Markt aus. Doch es gibt auch Uhren, die ganz anders sind! Lasst euch in diesem Beitrag von einem anderen Uhren-Trend inspirieren! 

Die meisten Uhrenträger achten sehr auf den Zustand ihrer Uhr. Sauber, glänzend und kratzerfrei sind hier überwiegend die wichtigsten Eigenschaften. Die Verwendung von Bronze könnte dabei problematisch sein, denn es oxidiert, ist relativ weich und bei kleinen Stößen und Reibungen bilden sich schnell Kratzer. Aus diesem Grund wurde das Metall bislang als unedel bezeichnet. Doch aufgepasst! Uhren mit Gehäusen aus Bronze werden immer mehr zum Trend!

Die Geschichte beginnt in Florenz

Der Trend der bronzenen Uhr hat sich über Jahre hinweg entwickelt. Erstmals kamen sie 2011 bei der italienischen Marke Paneria vor. Sie brachten damals das Modell „Luminor Submersible 1950 3 Days Automatic Bronzo“ mit 1000 Kopien heraus, um die sich die Uhren-Fans damals rissen. Auch wenn der Preis mit 7600€ für ein so „unedles“ Metall ein relativ hoher Preis ist, im Vergleich dazu gibt es heute Bronze-Uhren von Tissot des Modells „Heritage Visodate“ für 350€ das Stück. Allerdings kann man auch heute weitaus mehr Geld für Bronze-Modelle ausgeben: zum Beispiel für die limitierte „Perpetual Calendar“ von IWC mit einem Preis von 30.900€.

 

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Jede Uhr ein Unikat

Spannend bei dieser Art von Gehäuse ist, dass jede Uhr je nach Träger unterschiedlich altert, denn durch die Oxidation des Bronzenen Gehäuses entsteht eine leicht grünliche Patina. Diese bildet sich je nach Traghäufigkeit, Körperschweiß und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich aus und somit wird jede Uhr zum Unikat. Damit der Träger diesen Prozess komplett sehen kann werden Bronze-Uhren häufig Vakuum-Verpackt geliefert. Das Metall ist sehr empfindlich und weicher als andere Edelmetalle, wie Gold oder Stahl. Es verformt sich schon bei kleinsten Reibungen und Stößen und bildet Kratzer.

 

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Ideal für Taucher

Schiffsschrauben und andere Gegenstände, die dem aggressiven Seewasser standhalten müssen wurden und werden immer noch größtenteils aus Bronze gefertigt. Das begründet auch die große Beliebtheit bei Tauchern, da zudem auch bei einigen Modellen ein Tauchzeit-Drehring mit inbegriffen ist: IWC widmete den „Aquatimer“-Chronographen dem Forscher Charles Darwin, eine Uhr, die einen Wasserdruck bis zu 30 Bar aushält. Das Modell kostet 10.500€.

Wer eine Uhr möchte, die absichtlich etwas „used“ aussieht, der ist bei einer Bronze-Uhr gut aufgehoben. Dank der Wasserfestigkeit sind die Uhren ideal für Taucher. Doch auch für jedermann eignet sich eine schicke Bronze-Uhr im Used-Look. Ein weiterer Vorteil: Bronze reflektiert das Sonnenlicht nicht. Dadurch werden solche Art von Uhren interessant für Piloten und Flieger. Die deutschen Manufakturen Archimede und Laco haben bereits bronzene Piloten-Uhren herausgegeben. Wir sind gespannt, wohin der Trend noch geht.

Quelle Titelbild: pexels / Hugo Filipe

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